Vergleich Sudbury – Summerhill

von Martin Wilke

Unterschiede

  • Summerhill ist eine Internatsschule, Sudbury Valley nicht. Deshalb hängt die Kultur der Sudbury-Schulen sehr davon ab, was die Schüler außerhalb der Schule machen.
  • An Summerhill gibt es ständige Unterrichtsangebote, die man jedoch nicht besuchen muß. An Sudbury-Schulen gibt es Unterricht nur auf ausdrückliches Verlangen der Schüler. Sudbury-Schulen brauchen keine eigentlichen “Lehrer”, Summerhill schon.
  • An Sudbury-Schulen ist die Demokratie umfassender als an Summerhill. An Sudbury-Schulen entscheidet die Schulversammlung auch über die Einstellung der Lehrer, sowie über die Verwendung der Gelder. Lehrer werden an Summerhill von der Schulleitung (früher A. S. Neill, heute seine Tochter Zoë) eingestellt. Neill entschied auch selbst, ob Regelverletzungen vor die Schulversammlung gebracht werden oder ob er sie persönlich klärte.
  • An Summerhill werden Eltern weniger eingebunden. An Sudbury-Schulen gibt es die jährliche School Assembly, die den Finanzhaushalt der Schule beschließt, an der auch Eltern beteiligt sind.
  • Summerhill betont die therapeutischen Möglichkeiten, die dem Modell innewohnen.
  • Summerhill hat eine stärker international zusammengesetzte Schülerschaft.

Gemeinsamkeiten

  • Die Schüler haben viele Freiheiten, was ihre Aktivitäten angeht. Niemand wird gezwungen, bestimmte Sachen zu lernen.
  • Es gibt Schulversammlungen, in denen Schüler und Lehrer jeweils eine Stimme haben und über die Regeln sowie über Alltagsangelegenheiten entscheiden.
  • Die Schüler fühlen sich verantwortlich für ihre Schule.
  • Ehemalige Schüler spüren viel stärker als Schüler der meisten anderen Schultypen, daß sie die Kontrolle über ihre eigenen Lebensziele haben.